Feuer im Ytú, Badespaß - Auswandern nach Paraguay

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2020



Ein Monat, der es in sich hat!
Die wochenlange Trockenheit bringt eine ganze Menge Gefahren mit sich.
Obwohl ständig davor gewarnt wird, Müll und Gartenbabfälle zu verbrennen, gibt es nahezu jeden Tag schlimme Feuer im ganzen Land.
Auch an uns ging es nicht spurlos vorüber. Eines Abends beim Abendessen meinte Reiner, was denn da für ein organges Licht durch die Bäume leutchtet? Ich schaute auch in die Richtung, dann lief ich durch das schmale Wegchen, um hinter die Sträucher und Bäume zu kommen. Da konnte ich sehen - gar nicht so weit von uns entfernt ein Höllenfeuer. Luftlinie ungefähr 1,5 bis 2 Kilometer von hier.
Da zudem der Wind recht stark in unsere Richtung wehte, machten wir uns schon große Sorgen. Mit unseren Mitbewohnern überlegten wir uns, was zu machen wäre im Worstcase. So packten wir ersteinmal das Nötigste und Wichtigste ein. Dominik ging nach hinunter, um das untere Tor zu öffnen,das ca. 400 Meter vom Haus entfernt ist. Wir überlegten, was wir mit den Pferden machen. Die müssten natürlich auch in Sicherhiet gebracht werden. Also gingen die Kinder los, um die Jungs auf der Weide zu suchen. War gar nicht so einfach in der Finsternis. Aber schließlich fanden wir sie. Wir machten ihnen schon mal Halfter an, damit es im Notfall schnell gehen konnte. Und sie bleiben im Garten. Es wurde überlegt, wohin wir mit ihnen reiten sollten. Das wäre dann mein Part gewesen, mit den Kinder loszureiten. Die Zange zum Drahtdurchschneiden lag bereit, da wir unter Umständen durch die Weide unterhalb unseres Grundstücks reiten müssten. Es kamen auch ständig Nachrichten über WhatsApp von der Ytu-Gruppe, die mit der Polizeistation verbunden ist. Es war wirklich kein schönes Gefühl. Dominik versprach, den Wecker auf 2 Uhr zu stellen und dann noch mal die Lage zu checken, wobei an Schlaf nicht wirklich zu denken war. Gegen 1 Uhr entspannte sich die Lage etwas und der Wind drehte auch. Am anderen Morgen war das Feuer weitgehend gelöscht. Aber erst zwei Tage später klarte der Himmel wieder auf.

Die Bevölkerung wurde gebeten, die Bomberos (freiwillige Feuerwehr) mit Getränken und Essen zu unterstützen. Und natürlich auch mit Geldspenden. Tagelang arbeiten sie schon rund um die Uhr, um die vielen, vielen Brände zu löschen. Wenn man bedenkt, dass sie keine Unterstützung vo Staat erhalten, ist das wirklich traurig. Aber in solchen Situationen halten die Paraguayer zusammen und helfen und unterstützen, sie rennen mit Kannistern oder auch nur mit Wasserflaschen zur Feuerstelle. Die Besitzer von Pools bieten ihr Wasser zum Löschen an, denn da ist auch gerade Mangel.
Derzeit stehen an allen Ampeln Sammler für die Bomberos. Und sehr, sehr gerne spenden wir da, auch gerne mehrmals. Irgendwo ist auch ein Feuerwehrauto mit verbrannt. Auch da hat sich schon jemand bereit erklärt, von Irgendwoher einen Ersatz hierher schippern zu lassen. Das dauert natürlich seine Zeit. Aus Europa sind die Containerschiffe rund zwei Monate unterwegs.
Spendenaktionen für die Bomberos

Badevergnügen
Der Sprung durch den Feuerreifen :-)
 
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